Unsere Druckpressen sind für den Druck streng nach ISO 12647-2 optimiert. Um die bestmögliche Übereinstimmung zu erzielen, müssen gelieferte Prüfdrucke auch nach ISO-Standards hergestellt werden und idealerweise ein gutes Stück innerhalb der in ISO 12647-7 (Toleranzen für Prüfdrucke) spezifizierten Toleranzgrenzen liegen.
ISO 12647-7 Toleranzen für Prüfdrucke Delta E 76 (ΔE) |
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| Primärfarben max. Abweichung: | 5.0 ΔE |
| Primärfarben max. Abweichung: | 2.5 ΔH (Farbabweichung) |
| Maximale Abweichung: | 6.0 ΔE |
| Durchschnitt alle Farben: | 3.0 ΔE |
| Mittleres Grau (CMY): | 1.5 ΔH (Farbabweichung) |
| Papier-Farbsimulation: | 3.0 Δ |
Dies bedeutet, dass der Prüfdruck einen Ugra/Fogra Medienkeil V3.0 enthalten und auf jeder Seite einen Aufkleber haben muss, der eindeutig anzeigt, welcher Standard simuliert wird. Oder, um es anders auszudrücken, welchen der drei Papiertypen, auf denen wir drucken, der Prüfdruck simuliert.
Idealerweise sollte jeder Prüfdruck, oder zumindest eine repräsentative Probe der Prüfdrucke, mit einer Prüfdruck-Zertifizierungssoftware wie GMG’s Proof Control gemessen werden und ein Bericht über die Einhaltung der Toleranzen sollte beigefügt sein (in Aufkleberform oder ausführlich).
Der einfache Grund dafür ist, dass unsere Druckpressen die optimale Leistung erbringen, wenn sie nach ISO 12647-2 drucken. Wenn Prüfdrucke nicht den Druckstandard simulieren, nach welchem wir uns richten – sei es aufgrund falscher Kalibrierung oder weil sie etwas anderes simulieren – fällt das Endergebnis in den meisten Fällen schlechter aus. Außerdem ist es dann schwierig, die Farben auf der Druckpresse dem Prüfdruck anzugleichen, da die Möglichkeiten der Farbkorrektur auf der Druckpresse physikalisch begrenzt sind sowie aufgrund der mechanischen Eigenschaften, mit denen die Tinte bei hohen Geschwindigkeiten auf das Papier gedruckt wird.
Wenn wir Prüfdrucke erhalten, bei denen wir nicht sicherstellen können, dass sie entsprechend unserer Standards erstellt wurden (Proofs ohne Medienkeil), drucken wir unsere eigenen Proofs. Dies tun wir auf unserem GMG ColourProof zertifizierten Prüfsystem; danach vergleichen wir diese Ausdrucke mit den gelieferten Prüfdrucken. Wenn die beiden Prüfdrucksätze sich optisch nicht entsprechen, können wir nicht garantieren, dass wir unsere Druckpresse den vom Kunden gestellten Prüfdrucken angleichen können. In diesem Fall muss der Kunde die Farbe auf den Prüfdrucken von Livonia Print akzeptieren oder die Farbe in seinen Dateien verändern und neue eigene Prüfdrucke anfertigen.